Ayurvedische Ernährungslehre

Ayurveda ist das traditionelle, mehr als 5000 Jahre alte Medizinsystem Indiens. Es wurde im Laufe der Zeit wissenschaftlich strukturiert und wird heute in Indien unter andrem universitär gelehrt.

Der Begriff Ayurveda setzt sich aus den Wörtern Ayus (Leben) und Veda (Wissen) zusammen und kann somit als „Wissenschaft vom Leben“ übersetzt werden. Als solche behandelt sie alle Aspekte des menschlichen Lebens, so auch die Ernährung und den Stoffwechsel.

Sich ayurvedisch zu ernähren heißt nicht unbedingt nach indischen Rezepten oder mit indischen Gewürzen zu kochen. Vielmehr geht es darum, die Ernährung der eigenen Konstitution* und den eigenen Lebensumständen anzupassen und somit einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung zu leisten. So gesehen kann auch gut bürgerliche oder mediterrane Küche richtig zubereitet als ayurvedische Küche angesehen werden.

Mit diesem ayurvedischen Ratgeber möchte ich Ihnen in den kommenden Wochen, Monate und Jahren das ayurvedische Ernährungsprinzip näherbringen. Dabei möchte ich Ihnen die verschiedenen Lebensmittel, die unterschiedlichen Arten der Zubereitung und Kombination von Lebensmitteln aus ayurvedischer Perspektive vorstellen und erläutern.

 Ich wünsche Ihnen damit viel Freude und nehmen gerne Ihre Anregungen entgegen.

Herzlich,

Markus Breyer

Heilpraktiker für traditionelle ayurvedische Medizin

 

* Ein zentraler Punkt im Ayurveda ist die konstitutionelle Zuordnung des Menschen. Sie ergibt sich aus der individuellen Verteilung der 3 Doshas (Bioenergien) Vata, Pitta und Kapha. Die Konstitution bestimmt unseren Körperbau, den Stoffwechsel und hat auch Einflüsse auf unseren Charakter.

Die eigene Konstitution können gesunde Menschen leicht mit einem Konstitutionstest herausfinden (z.B. auf Ayurveda Portal). Bei Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden ist die Konstitution oft nur von einem gut ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker zu diagnostizieren, da die Dysbalance der Dohas die eigene Konstitution überlagern kann.